Ideen für gutes Storytelling – 6 Tipps für das gelungene Unternehmensportrait

Ideen für gutes Storytelling –
6 Tipps für das gelungene Unternehmensportrait

Fakten, Fakten, Fakten sind zwar wichtig – aber leider oft so trocken wie Knäckebrot, das zu lange ganz hinten im Küchenregal stand. Dabei lesen Menschen gerne gut erzählte Geschichten. Besonders in Kundenzeitschriften oder im eigenen Blog kann ein spannendes Portrait zu einem Unternehmen oder zu einem Produkt im Stil einer Reportage mit entsprechenden Fotos für eine überzeugende Inszenierung sorgen.

Doch wie schreibt man einen Text so, dass er gerne gelesen wird?
Die Texterkolonie (Leipzig / Dresden / Berlin) gibt Ihnen 6 Tipps, die Ihren Text besser machen.

  1. Suchen Sie sich gute Vorbilder.

Überlegen Sie, welche Reportage oder welcher Text (in Ihrem Genre) Sie selbst schon einmal gefesselt hat und warum? Lesen Sie diesen Text noch einmal mit technischer Aufmerksamkeit. Achten Sie darauf, wie der Einstieg gestaltet ist, welche Elemente den Text spannend halten bis zum Schluss. Und schauen Sie, wie Details und Zitate hier verteilt sind.

  1. Vergessen Sie Ihre Materialsammlung – vorerst.

Haben Sie Selbstvertrauen und lassen Sie sich nicht einschüchtern von Materialfülle oder vielen Details. Ihr Gehirn ist schlauer als Sie selbst. Es filtert und sortiert selbstständig die Hierarchie der Informationen nach Wichtigkeit. Wenn Sie das Material gesammelt und die Interviews geführt haben, lehnen Sie sich zurück und vergessen alles wieder. Vorerst zumindest. Achten Sie in der Entspannung darauf, welche Geschichte Ihr Gehirn aus „dem weißen Rauschen“ von selbst formt. Daraus ergibt sich oft der rote Faden. Wenn Sie diesen Faden vor sich sehen, schnappen sie ihn sich! Dann schreibt sich die Sache fast von selbst. Die Details für anschließende Ergänzungen haben Sie ja ohnehin auf dem Zettel.

  1. Komplexe Themen mit Allegorien übersetzen.

Manchmal hat man ein Thema, das vordergründig enorm trocken daherkommt. Zum Beispiel: „Die Neueinführung einer Software für den Energiehandel für Prosumer (Schwerpunkt: Prozesseffizienz und Kunden-Benefit).“ Doch jedes Thema besitzt seinen spannenden Aspekt. Und wenn er kompliziert ist, finden Sie Allegorien aus der „bekannten Welt“, die Bilder im Kopf entstehen lassen. Zum Beispiel: Ist die Software wie der Ameisenbote im Ameisenhaufen? Ist sie wie ein Trainer, der sein Team besser macht? Ist sie das Heinzelmännchen im Hintergrund, das all die unangenehmen Abläufe automatisiert? Es gibt für alle technischen Vorgänge immer ein sinnliches Pendant in der erzählerischen Welt. Diese Vergleiche können helfen, auf Ideen zu kommen, die den Text spannender, erzählerischer und weniger trocken wirken lassen.

  1. Spannen Sie den Leser auf die Neugierfolter.

Was man beim Film oder in der Serie als Cliffhanger kennt, kann man auch gut im Text verwenden. Gestalten sie den Einstieg des Textes wie ein kleines Erdbeben und lassen Sie durchblicken, dass Sie das Erdbeben begründen können. Aber verweigern Sie die sofortige Auflösung des Rätsels. Füttern Sie im Laufe des Textes den Leser mit kleinen Spuren und Plausibilitäten, bringen Sie Ihre Fakten unter, aber heben Sie die Pointe bis zum Schluss auf. Hier ist natürlich wichtig, dass die Spannung des Anfangs nicht mit einer nichtigen, lahmen Auflösung am Ende konterkariert wird. Schließlich wollen Sie ja keine enttäuschte, sondern begeisterte Leser.

  1. Menschen vor Ideen vor Fakten.

Menschen sind interessanter als Ideen. Ideen sind spannender als Fakten. Und Fakten? Unbedingt wichtig – aber mutterseelenallein wären sie eine staubig-trockene Angelegenheit. Der Mensch ist ein nachvollziehbarer Aufhänger: Denn entweder ist er selbst Ideengeber oder von einer Idee betroffen. Deshalb ist es immer gut, den roten Faden eines Porträts über ein Produkt oder ein Unternehmen an eine Person zu binden, über deren Charakter und Leben man etwas erfährt. Der Leser bleibt dran, weil er sich vordergründig für den Menschen interessiert – und Sie flechten in diese Erzählung die Argumente und Fakten elegant ein, um Ihren Kommunikationszweck zu erreichen.

  1. Jeder Leser ist auch ein bisschen Ihre Oma.

Machen sie sich locker. Stellen Sie sich vor, Sie müssten das Thema Ihrer Oma beim Kartoffelschälen erzählen, und zwar in 5 Minuten. Hier sind Sie gezwungen, zu vereinfachen. Daraus ergeben sich oft schon Antworten auf die Fragen: Wie steige ich ein? Was ist spannend? Was ist wichtig? Wie bekomme ich jemanden zum Zuhören bzw. Weiterlesen? So können Sie auf den berühmten roten Faden kommen. Und wenn Sie eine Oma haben: testen Sie die Story doch einfach mal an ihr!

Die Texterkolonie als Partner im Storytelling

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