Author: Lutz

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Otto Wulff & Hamburg Team: Neues Viertel im Leipziger Zentrum

Ein neues Viertel wird nicht alle Tage aus dem Boden gestampft. Schon gar nicht in einer Stadt, die ohnehin bereits aus allen Nähten zu Platzen scheint. Auf 10,6 Hektar direkt an der Westseite des Leipziger Hauptbahnhofs werden ab 2020 Eigentums- und Sozialwohnungen, Gewerbe, Büroflächen, Hotels, Kitas, eine Schule und eine Turnhalle entstehen. Hinter dem durchmischten Projekt stehen die Projektentwickler vom HAMBURG TEAM, die HASPA Beteiligungsgesellschaft und das Bauunternehmen OTTO WULFF. Wie es sich für das Zentrum einer Metropole gehört, sind vielseitige Flächen für spannende Ideen aus der Gastronomie und dem Einzelhandel vorgesehen.

Gemeinsam mit der Projektentwicklung vom HAMBURG TEAM haben wir einen Namen und einen Claim für den Zuwachs in der Leipziger Viertelfamilie entwickelt. Den Anspruch, einen Ort zu schaffen, der sich nahtlos in das Leipziger Stadtleben einfügt und es dennoch auch wieder einen Schritt weiterbringt, konnten wir gemeinsam nach sorgfältiger Arbeit im Namen „Löwitz-Quartier“ einlösen. Und um den vielseitigen Charakter aus Wohnen, Arbeiten, Lernen und Leben noch deutlicher zu zeichnen, baut der Claim „welt.stadt.leben“ genau das richtige Dach darüber.

Bildquelle: HTP HAMBURG TEAM

Aufgabe: Name und Claim für neues Stadtviertel
Branche: Wohnungs- und Immobilen
Leadagentur: Hamburg team und OTTO WULFF

IT und die Gesichter einer Stadt

Die Lecos GmbH ist der IT-Dienstleister der Stadt Leipzig und hat sich auf IT-Lösungen und Leistungen für kommunale Kunden spezialisiert. Als Leipziger Unternehmen ist der Bezug von Lecos zur Stadt entsprechend stark ausgeprägt. Der Jahresbericht 2018 „Unser Leipzig!“ zeigt das klar und sympathisch. Der kommunale IT-Dienstleister stellt dort Produkte, Leistungen und Erfolge vor und setzt sie in eine clevere Verbindung zu besonderen Orten der Stadt. Ein Konzept, das funktioniert – und das die Texterkolonie textlich ausarbeitete und umsetzte.

Aufgabe: Geschäftsbericht
Branche: IT
Kunde: Lecos GmbH

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Die Texterkolonie Leipzig / Berlin / Dresden hat unter anderem
auch diese Broschüren getextet:

Content für SECmarket –
Mit Sicherheit der richtige Ton

Den Ruf der Sicherheitsbranche zu verbessern, das hat sich das junge Leipziger Unternehmen SECmarket auf die Fahnen geschrieben. Deswegen hat das innovative Team einen digitalen Marktplatz geschaffen, auf dem die Vertreter der Sicherheitsbranche Auf diesem kann man sowohl kompetente Dienstleister als auch einen neuen Job finden. Der Fokus liegt folglich ganz auf: Business & Karriere.

Einzigartigkeit und Vielfalt
Im Auftrag der Full Service Agentur Webgalaxie & Krüger Systemhaus GmbH hat die Texterkolonie für die SECmarket-Plattform eine Content-Kampagne umgesetzt. Dafür wurden insgesamt sechs Zielgruppen (Sicherheitsdienstleister, Auftraggeber, Ausrüster, Ausbilderin, älterer und jüngerer Security-Mitarbeiter) definiert. Für jede galt es auf die individuellen Bedürfnisse einzugehen sowie potentielle Fragen zu beantworten – und das mit einer zielgruppenspezifischen Tonalität. Ganz nach dem Credo: So ausführlich wie nötig, so prägnant wie möglich.

Aufgabe: Texte für Website & App
Branche: Sicherheitsbranche
Kunde: SECmarket GmbH
Leadagentur: Full Service Agentur Webgalaxie & Krüger Systemhaus GmbH

Hier lernen Sie weitere Websites kennen, die die Texterkolonie getextet hat:

Jahresbroschüre von Jaeger Ausbau –
Highlights im Fokus!

Wenn in Deutschland Spezialisten für komplexe Bauvorhaben gesucht werden, sind die Fachleute von Jaeger Ausbau die erste Wahl. Ob Großprojekt oder Einzelgewerk – auch im vergangenen Jahr haben die mehr als 600 fleißigen Mitarbeiter allerhand Vorhaben geplant, koordiniert und ebenso die herausfordernden Aufgaben ausgeführt.

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So gehen etwa das Alexander-Quartier in Berlin, das Stadttor in Düsseldorf, das Leibniz-Institut in Dresden, das neue Dialysezentrum in Kiel, der Campus in Aachen und die Musikhochschule Nürnberg auf das bauliche Konto von Jaeger Ausbau.

Im Auftrag von lossin marketing haben wir die 72 Seiten umfassende Broschüre „Einblicke 2020“ mit informativen, wissenswerten und unterhaltsamem Texten rund um die Bau-Highlights des Dortmunder Unternehmens mit seinen 15 Standorten gefüllt. Jaeger Ausbau stellt die Broschüre jedes Jahr seinen Geschäftspartnern und Mitarbeitern zur Verfügung.

Aufgabe: Jahresbroschüre „Einblicke“
Branche: Bauwesen
Kunde: Jaeger Ausbau Beteiligung GmbH + Co KG
Leadagentur: lossin marketing GmbH


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Die Texterkolonie Leipzig / Berlin / Dresden hat unter anderem
auch diese Broschüren getextet:

Investition in der Boomtown

Leipzig kann was. Das sollte sich gerade in den jüngsten Jahren des Hypes und Aufschwungs herumgesprochen haben. Und zwar nicht nur deutschland-, sondern weltweit. Wie attraktiv Leipzig wirklich ist und warum gerade junge Start-ups die Boomtown auf dem Schirm haben sollten, haben wir anhand zahlreicher Blog-Artikel für die Invest Region Leipzig GmbH herausgearbeitet. Diese bietet als Investitions- und Akquisitionsagentur umfassende Serviceleistungen für ansiedlungsinteressierte, investitionsbereite Unternehmen aus aller Welt. Unternehmen, deren Mitarbeitenden sich nicht nur aus beruflicher, sondern auch aus privat-freizeitlicher Sicht an einem Standort gut angesiedelt wissen wollen.

So entstanden etwa Artikel über die vielfältigen Wassersport- und Erholungsmöglichkeiten des Leipziger Neuseenlandes, die gestiegene sportliche Attraktivität durch Bundesliga-Fußball, die Familientauglichkeit der Stadt oder das enorme Bevölkerungswachstum. Aber natürlich gab es auch auf beruflicher Seite reichlich zu berichten: Artikel über den Kreativ-Hotspot Baumwollspinnerei, Leipzig als Hub für IT & E-Commerce oder die entstehenden Quartiere rund um den Bayerischen Bahnhof und Eutritzscher Freiladebahnhof zeigen, dass das hiesige Potential noch lange nicht ausgeschöpft ist. Und dass es sich dieser Tage, auf so vielen Ebenen, ganz besonders lohnt, eine Niederlassung in der Messemetropole in Betracht zu ziehen.

Aufgabe: Blogeinträge
Branche: Wirtschaft & Tourismus
Kunde: Invest Region Leipzig GmbH

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Die Texterkolonie Leipzig / Berlin / Dresden hat unter anderem
auch diese Projekte realisiert:

MECOTEC: Mitreißende Copy für coole, neue Webseite

MECOTEC ist ein Unternehmen mit Sitzen in Pforzheim, Bitterfeld-Wolfen bei Leipzig, Montpellier in Frankreich und Mailand in Italien. Es hat sich auf die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von Technik für die Kältetherapie spezialisiert. Das uralte Verfahren kann beim Lindern von Schmerzen nach Operationen, bei Gelenkkrankheiten und beim Entspannen der Muskeln im Hochleistungssport helfen. Für den Hersteller, der dafür handliche Therapiegeräte und ganze Kältekammern zum Betreten im Angebot hat, haben wir die komplette Webseiten-Copy entwickelt.

Dazu gehören Erläuterungen der innovativen Technologie, dem Produktionsprozess sowie eine spannende Herleitung der Unternehmensgeschichte und des hohen Anspruchs seiner Mitarbeiter*innen. Dabei haben wir auch mit Partner und Kunden des Unternehmens gesprochen: Therapie-Einrichtungen für Rheumapatienten oder Hochleistungssportler. Die spannenden Erfahrungsberichte machen das Produkt greifbar für zukünftige Kunden.

Zur Website: www.mecotec.net

Hier lernen Sie weitere Websites kennen, die die Texterkolonie getextet hat:

visitberlin: going local Magazin

Berlin, Berlin. Alle wollen da hin! Wohin aber genau? Schließlich gilt es in der Millionenstadt zahllose Kieze, Bars, Restaurants und Museen zu erkunden. Selbst ihre Bewohner*innen berichten immer wieder davon, dass sie lange nicht mehr in dem einen oder dem anderen Viertel waren. Es ist also praktisch unmöglich, da den Überblick zu bewahren.

Gut, dass es uns gibt! Wir haben mit Berliner Künstler*innen gesprochen, um die spannendsten Orte der Stadt im Jahr 2019 auszumachen und daraus ausführliche Berichte, aber auch knackige Tipps zu erstellen. Herausgekommen ist ein ganzes Magazin für Entdeckungsreisen in allen Berliner Vierteln. Es geht um die Kunst, reizt mit Kultur und regt an mit Restaurantbesuchen. Wir entwickelten Tipps für unterschiedliche Situationen: Schlechtes Wetter? Kein Bock auf Bewegung? Wie gut, dass diese Stadt für wirklich jede und jeden und zu jeder Uhrzeit immer das Richtige zu bieten hat. Im going local Magazin steht, wo es zu finden ist.

Ein perfekter Begleiter in Zeiten, in denen die Reise mit dem Flieger skeptisch beäugt wird. Denn mit den Ideen aus dem going local Magazin wird selbst ein gestandener Berliner noch Augen machen und seine Heimat neu entdecken lernen.

Download der Going Local Magazine…

Die Texterkolonie arbeitet auch für folgende Magazine:

Broschüre für teilauto – Gemeinwohlbilanz

Das Leipziger Unternehmen teilauto vermietet Autos in 20 Städten an über 38.000 Kunden. Und das seit 1992! Durch Carsharing wird das Leben nicht nur flexibler, wir sparen auch Parkplätze ein und der Besitz eines Autos wird immer weniger wichtig. Der Anspruch, besonders nachhaltig zu wirtschaften und fair mit seinen Partnern umzugehen, verleitete das Unternehmen 2019 schließlich dazu, sich seine positive Wirkung auf das Gemeinwohl amtlich nachweisen zu lassen.

Die Gemeinwohl-Bilanz ist ein anerkanntes Bewertungsverfahren für Unternehmen oder Gemeinden, die weit über die üblichen wirtschaftlichen Kennzahlen hinausgehen. Ein externer Audit bescheinigt dem Unternehmen den Anspruch, auf eine bessere Gesellschaft hinzuarbeiten.

Für teilauto hat die Texterkolonie (Leipzig, Dresden, Berlin) im selben Jahr eine vereinfachte Version des Gemeinwohlberichts erarbeitet, die mithilfe von kurzer, prägnanter Copy und schlüssigen Infografiken auf den Punkt bringt, wie sehr alle von einem gemeinwohlorientierten Unternehmen profitieren können. Der Kurzbericht ist ein wichtiges Werkzeug, um Kunden und zukünftige Partner zu erreichen, die statt auf 93 Seiten Bericht lieber 16 Seiten unterhaltsame Information studieren möchten.

Link zur Broschüre…

Aufgabe: Broschüre
Kunde: Mobility Center GmbH – teilAuto

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Die Texterkolonie Leipzig / Berlin / Dresden hat unter anderem
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Alles für den Puck

Bei den EXA Icefighters werden Helden geformt – im eigenen Nachwuchs, auf dem Eis und mit Teamspirit vom Cheftrainer bis zum Eismeister.

Eishockey ist ein schneller Sport. Richtig schnell. So schnell, dass selbst das Shooting mit Kapitän Florian „Eichi“ Eichelkraut nur zwei Minuten dauern darf. Dann ein lautes „Go!“. Trainer Sven Gerike brüllt sein Kommando durch die Halle, und urplötzlich wird es ohrenbetäubend laut. Ein hundertfaches Klacken von zig Pucks, Kufen fräsen sich in die Eisschicht, Schläger krachen, dazwischen die lauten Rufe der Spieler, und alles hundertfach verstärkt durch die hallende Höhe des Kohlrabizirkus. Eines ist schon jetzt klar: Eishockey ist allein schon vom Sound her echter Kampfsport.

Die EXA Icefighters Leipzig sind das Eishockeyteam der Messestadt, hervorgegangen aus den früheren Leipzig Blue Lions. Seit dem Umzug des Teams von Taucha zurück in den Kohlrabizirkus steht die Leipziger Gruppe mit auf dem Eis – bildlich gesprochen. Denn sie unterstützt den Club als Sponsor und fieberte daher wie der gesamte Verein dem Saisonstart in der Oberliga Nord Ende September entgegen. Wer allerdings glaubt, Eishockey sei ein Sport, bei dem man mit Muskelkraft und Körpermasse punktet, wird beim Training der EXA Icefighters schnell eines Besseren belehrt. Die meisten Spieler sind keine Hünen, sondern kompakt, athletisch, wendig. Der Sport ist weniger brachial als man denkt. Beinahe schon elegant. Und wie gesagt: unheimlich schnell.

Herzblut auf und neben dem Eis

Eishockey ist in Deutschland eine Randsportart, in der Oberliga noch viel mehr als in den höherklassigen Ligen. Zum Überleben braucht ein Club wie die Icefighters neben Sponsoren und echten Fans daher vor allem eines: Herzblut. Und das fließt in den Adern von Spielern, Trainern und dem Eismeister. Es gefriert auch nicht bei den kalten Temperaturen in der Halle. Was hier jeder Einzelne auf und neben dem Eis an Zeit, Energie und Überzeugung investiert, um Verein und Club am Leben zu halten, ist fast schon heroisch. Kopf der Mannschaft ist Florian Eichelkraut, der mit seiner Erfahrung das Team junger Wilder aufs Eis führt. Ein Sport für Helden?

„Vor allem ein Sport für Kämpfer“, meint der erfahrene Ligaspieler. „Bei aller Athletik ist Eishockey dennoch eine körperbetonte Sportart. Wenn es richtig laufen soll, muss sich jeder bis zur Grenze der Belastbarkeit aufopfern. Und wer kämpft, wird auch mal zum Helden.“ Sein Trainer nennt ihn einen „Lauch“, weil er mit seinem schmalen, drahtigen Körperbau so gar nicht ins Klischee-Bild des bulligen Spielers passen will. Doch der Eindruck täuscht: In Sachen Kraft und Koordination hat der Kapitän mit die besten Werte, und er ist einer, der sein Team motivieren kann. Ein Wortführer, der alle mitzieht, immer gewinnen will und inzwischen zur Identifikationsfigur für das Leipziger Eishockey geworden ist.

Kampfsport auf Kufen

Wer gewinnen will, muss kämpfen. Und wer kämpfen will, muss diesen Kampf üben. „Wir heißen nicht ohne Grund Icefighters“, erklärt Trainer Sven Gerike. „Ich will Zweikämpfe im Training sehen,auch wenn sich die Jungs nicht gegenseitig verletzen wollen. Aber ohne Härte geht nichts. Man muss auch mal draufgehen, den Körperkonktakt spüren und damit auf dem Eis klarkommen.“ Entsprechend gestaltet der ehemalige Profi die Trainingseinheiten: sehr spielorientiert, laufintensiv, körperbetont mit wenig Unterbrechungen und nur wenigen, dafür gezielten Ansagen. Die Spieler sollen ihre eigenen Entscheidungen treffen, meint er. Denn so sei es auch im Spiel. „Ich erkläre zwar gerne – aber nicht auf dem Eis, sondern später bei der Videoanalyse.“

Fantastische Nachwuchsarbeit

Der Betrieb der Anlage ist Clubsache – die siebenjährigen Knirpse, die jetzt das Eis betreten, interessiert nur eins: Eishockey. Die motivierten Kufenflitzer sind das Ergebnis einer fantastischen Nachwuchsarbeit, die in den letzten Jahren geleistet wurde. Aufgebaut wurde der Nachwuchs von Andreas Felsch, der als ehemaliger Profi im Jahr 2012 die sportliche Leitung des Jugendbereichs im Eishockey übernahm. „Der Nachwuchssport war damals im Prinzip nicht existent, wir begannen bei Null“, erinnert sich der sympathische Trainer. Damals startete er mit fünf Kindern – und nur sieben Jahre später ist der Verein bereits bei 120 Kids angelangt. Andreas Felsch allein würde das längst nicht mehr alleine schaffen, doch „ehrenamtliche Trainer fallen in Leipzig nicht vom Baum aufs Eis“, wie er sagt. Daher wurden auch Väter in die Pflicht genommen, die anfangs nur ein wenig Schlittschuhlaufen konnten, und gezielt weitergebildet. „Ohne diese Ehrenamtler würde unser Nachwuchsbetrieb schlicht nicht laufen“, hebt der Jugendchef die Rolle der engagierten Mitglieder hervor. Der Aufbau des Nachwuchses ist sein Baby, „und mir ist es wurscht, wie viel Arbeit und Überstunden das bedeutet. Wenn die Kinder mit strahlenden Augen vom Eis kommen, gibt mir das irre viel Kraft.“ Übrigens: von den 120 Kids sind 32 Mädchen mit von der Eispartie, die bis zur U17 in gemischten Mannschaften mitspielen.

Auf Eis wächst etwas

Andreas Felsch schaut aber auch mit Spannung auf die Entwicklung der 1. Mannschaft. Die Spieler sind den Sommer über während der Saisonpause in anderen Städten, trainieren Ausdauer, Kraft, Koordination und finden sich dann vor Saisonbeginn wieder in Leipzig zusammen. „Wir haben eine junge und wilde Mannschaft, und da schaut unser Cheftrainer Sven sehr genau, ob die Charaktere zusammenpassen. Er findet junge Spieler, die in anderen Clubs die dritte Geige spielen. Wir bauen sie auf, führen sie heran, formen sie zu Leistungsträgern und spielen mit ihnen ein intensives, offensives Spiel. Hier ensteht etwas Besonderes, da bin ich mir sicher.“ Die Vorzeichen dafür stehen auf jeden Fall gut: Nach RB Leipzig und den Handballern des SC DHfK Leipzig sind die EXA Icefighters immerhin die Nummer drei in der Sportstadt und belegten bei der letzten Wahl zu den Sportlern des Jahres zweite und dritte Plätze. Doch da geht noch mehr – mit Herzblut, Kampfgeist, und der einen oder anderen Heldentat in der neuen Saison. Soll mal noch einer sagen, auf Eis würde nichts wachsen.

(Erschienen in: Leipziger Leben Nr. 4 / 2019, Leadagentur Trurnit Leipzig, Bilder: Bertram Bölkow)

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Der Syndenfall

In Leipzig braut sich was zusammen: Der studierte Geograph Nico Synowzik schafft mit seinem »Synde Bräu« auf der Landkarte des Craft Beers eine neue Insel des Genusses.

Aus Langeweile wird Extravaganz: So könnte man die Geburt der Craft Beer-Bewegung in den USA der 70er Jahre beschreiben. Nach dem Ende der Prohibition beherrschten jahrelang lediglich drei Biersorten den Markt, die für drei Attribute standen: billig, leicht und alle schmeckten gleich. Deshalb versuchten Bierfans als Laien bald, ihr eigenes Hopfengetränk mit durchaus eigenwilligen Geschmacksrichtungen zu brauen und schufen damit die ersten Craft Beers – ein Begriff, der längst auch in Deutschland angekommen ist.

Mixtur aus Tradition und Innovation

Craft Beer gibt’s zum Beispiel auch in Leipzig. Hier braut und werkelt Nico Synowzik unter dem Markennamen „Synde Bräu“ – eine eingängige Abwandlung seines Nachnamens und zugleich hervorragende Vorlage für Wortspiele á la »Immer eine Synde wert«, die seine Flaschenetiketten zieren. Individualität ist bei „Synde Bräu“ Trumpf – schließlich ist das auch der entscheidende Punkt, der Craft Beer

von Massenprodukten unterscheidet: Es zeichnet sich durch die Kreativität der sogenannten „Homebrewer“ aus. Geradezu experimentell hantieren sie mit alternativen Zutaten wie Kaffeebohnen, Orangenschalen, Chili oder Kürbis, um alten Brautraditionen neues Leben einzuhauchen und unkonventionelle Geschmacksrichtungen in die Flasche zu füllen. „Auf Reisen habe ich schon immer gerne einheimische Biere verkostet“, erzählt der 42-jährige Geograph, der jahrelang im Einzelhandel tätig war. „Aber was ich 2014 in den USA erlebt habe, übertraf alles. Gab es dort vor 25 Jahren vielleicht 40 Brauereien, so sind es heute über 6000 – und jede Kleinstadt besitzt ihren eigenen Brewpub.“

Nico Synowzik hatte Blut geleckt, oder besser: Sud geschmeckt. Er absolvierte einige Praktika in unterschiedlichen Brauereien, ließ sich die Feinheiten des Brauens erklären, und 2014 musste endlich die eigene Brau-Anlage her – mit Gasbrenner, Kochtopf, Malz, Hopfen, Hefe und natürlich extravagante Zutaten für die Gaumenfreude der besonderen Art. Zuerst wagte sich der Leipziger an ein in der Craft Beer-Szene anerkanntes IPA – dem sogenannten India Pale Ale. Dieses Bier wurde einst von England in die damalige Kolonie Indien verschifft und mit so viel Hopfen eingebraut, dass es besonders lange haltbar war. Daher schmeckt das IPA so blumig und fruchtig. Kein Wunder, dass Nico Synowzik von Freunden gefragt wurde, „ob ich da Fruchtsaft hineingeschüttet hätte!“ Die Synde-Euphorie war jedenfalls groß, sodass er im Mai 2017 den Entschluss fasste, alles auf eine Karte zu setzen und sich als Bierbrauer selbstständig machte.

So schmeckt der Sommer

2018 fand er schließlich mit einer hohen Halle in der Hohen Straße den perfekten Ort, um die Produktion des selbstgemachten Gebräus auf eine höhere Stufe zu hieven. Eine Location, die dank der Tram-Anbindung in der Leipziger Südvorstadt für die Bierfans im ganzen MDV-Gebiet hervorragend erreichbar ist. Hier sollen in diesem Jahr 50.000 Liter feinstes Synde Bräu hergestellt werden – ein Wert, auf den Großbrauereien in drei bis vier Stunden kommen, der für Nico Synowzik allerdings einen Quan-tensprung darstellt. Neben dem IPA, Pils und Blonden wagen er und sein 34-jähriger Braumeister Pieter Rosenlöcher neue, kleine Sorten vom belgischen Rezept über ein englisches Ale bis zu Sorten mit Chili, Kokosnuss oder extra viel Hopfen. Auch saisonale Biere sind bereits in petto. „Im Sommer geht unser obergäriges „Südwind“ an den Start. Im Herbst wird unser sogenanntes „Pumpkin Ale“ dank der Beigabe von Kürbis den gewissen Halloween-Touch verbreiten, und im Winter steht ein dunkleres Bier mit mehr Umdrehungen an, um den kälteren Temperaturen beizukommen.“

Bezogen können die Eigenkreationen in der Hohen Straße, bevorzugt am Donnerstag und Freitag zwischen 15 und 21 Uhr. Doch auch der Einzelhandel, die Gastronomie und sogar eine erste Rewe-Filiale in Leipzig-Plagwitz haben Synde Bräu im Regal stehen.

„Toll, dass unsere Kunden inzwischen auch unser Bier konsumieren können, wenn wir gerade geschlossen haben oder kräftig am Produzieren sind“, freut sich Braumeister Rosenlöcher. „Wir wollen Synde Bräu auf jeden Fall bekannter machen, gerade im MDV-Gebiet – wenn auch nicht um jeden Preis.“ Damit meinen die beiden vor allem den Preis der Individualität: Das Privileg, seine Biere so produzieren zu können, wie sie ihnen letzten Endes selbst am allerbesten munden.

 

 

(Erschienen in: MDV Nr. 2 / 2019, Leadagentur simons und schreiber, Bilder: Bertram Bölkow)

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