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Ghostwriter für Unternehmenschefs auf LinkedIn – was steckt dahinter?

4 Minuten
31.01.2023 

Wenn ein Prominenter Fußballer oder eine Showgröße ein Buch veröffentlicht, steht zwar deren Name auf dem Cover, tatsächlich haben sie ihr Werk aber nur in den seltensten Fällen selbst verfasst. Der Grund: Sie vertrauen ganz auf die Arbeit von Ghostwritern. Bei geschätzt 95 Prozent der Unternehmenschefs, die auf LinkedIn aktiv sind, ist das nicht anders. Auch sie vertrauen auf die Arbeit. Ghostwriter werden immer gefragter.

Allein im DACH-Raum nutzen 19 Millionen Menschen LinkedIn und die Tendenz geht klar nach oben. Klar, dass das Karriere-Netzwerk für Unternehmenschefs und weitere Führungskräfte immer mehr an Bedeutung gewinnt. Dabei geht es schon lange nicht mehr allein darum, Bewerber für Jobs zu finden. LinkedIn ist auch zur zentralen Plattform für die Imagepflege von Unternehmen geworden. Dabei ist es nicht mit ein paar halbherzigen Posts in unregelmäßigen Abständen getan. Die allermeisten Unternehmer setzen deswegen inzwischen auf Profis, die für Sie eine wertvolle Personal Brand aufbauen. Davon profitieren sie natürlich nicht alleine, denn ein profilierter Chef strahlt unweigerlich auf das Unternehmen ab.
 
Dass es keine schlechte Idee ist, wenn man dem Chef diese Arbeit abnimmt, Tesla-CEO Elon Musk immer wieder abschreckend unter Beweis. Der ehemalige VW-Boss, Diess dagegen setzte dagegen konsequent auf die Unterstützung eines festangestellten Ghostwriters, der publikumswirksam diverse Ausflüge mit den neuesten Elektromodellen präsentierte. Andere Unternehmen sourcen diese Tätigkeit dagegen aus und nehmen die Dienste von Agenturen in Anspruch. Aber was ist am Personal Branding als besonderes professionelles Content Marketing eigentlich so kompliziert?

Ein Ghostwriter spart Zeit und Ressourcen

Da wäre zunächst einmal die Zeit. Firmenchefs sind vielbeschäftigte Menschen, die jeden Tag Prioritäten setzen müssen. Da geht es einem Mittelständler nicht anders als einem DAX-Vorstand. Sich selbst hinzusetzen und sich einen reichweitenstarke LinkedIn-Post zu überlegen, das mag in einer seltenen Ruhepause vielleicht gelingen, aber nicht regelmäßig und mit der nötigen Konzentration. Seien wir ehrlich – so wichtig LinkedIn auch ist, Chefs haben einfach besseres zu tun. Punkt.
Zudem besteht eine Content-Strategie aus vielen

Faktoren, vielen Tools, die benutzt und vielen Themen, die bespielt werden wollen.
Und ein Tought Leader, also ein Meinungsführer bei Fragen, die die Zielgruppe beschäftigt, wird man eben nur mit einer elaborierten Strategie.
Aber lohnt sich der Aufwand eigentlich? Ganz klar: Ja. Unternehmen und deren Chefs, die sich als Meinungsführer positionieren erzielen nachweislich höhere Umsätze, haben ein besseres Image und eine stärkere Kundenbindung als Konkurrenten, die sich die entsprechende Investition in das LinkedIn-Budget lieber sparen.

Ein guter Ghost für den Erfolg

Auch wenn das Wort Ghostwriter ein wenig unheimlich klingt, steht hinter dem CEO – Branding eine solide Marketing-Strategie. Am Anfang steht dabei die Positionierung. Hier klären die Agenturen mit dem Kunden, welche Unternehmensziele mit den Aktivitäten auf LinkedIn genau erreicht werden sollen und wer genau die Zielgruppe der Posts ist. Es folgt die strategische Planung in deren Verlauf Themen und Botschaften erarbeitet und das Profil des Unternehmenschefs kreiert wird. Danach geht es an die Umsetzung. In enger Abstimmung und auf regelmäßigen Meetings mit dem Unternehmenschef oder dem Marketing-Verantwortlichen legt die Agentur fest, welche Themen gerade heiß sind und wann und wie diese mit den richtigen Formaten und dem passenden Schreibstil gepostet werden sollen.

Ghostwriter – Die Kunst zu denken wie der Chef

Die Kunst besteht hier darin, dass der Ghostwriter seinen Klienten sehr gut kennenlernt. So gut, dass der Unternehmenschef beim Lesen seiner Posts denkt, er hätte sie selbst verfasst und dabei einen richtig guten Tag gehabt. So entsteht ein authentischer Eindruck und nur so gelingt die Positionierung als sympathischer Meinungsführer. Mission erfüllt.

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